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DAS UNIQSANA-
WIRKSTOFFLEXIKON

biotin

Von Lena Voelz | 13. September 2021

Weitere Bezeichnungen: Vitamin B7, Vitamin H
Eigenschaften: Wasserlöslich, gering licht- und hitzeempfindlich

Biotin gehört zur Gruppe der B-Vitamine und ist bereits seit Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt. Die genaue Struktur und ihre Wirkung wurde aber erst 40 Jahre später entschlüsselt. Mittlerweile weiß man, dass dieses Vitamin ein unerlässlicher Bestandteil von vielen für den Zellstoffwechsel wichtigen Enzyme ist.

Wichtige Aufgaben und Funktionen:

  • Beteiligt an der normalen Entwicklung und Differenzierung der Haut und der Hautanhanggebilde (z. B. Haarwurzeln)
  • Cofaktor im Auf- und Abbau von Eiweißstrukturen
  • Wichtiger Cofaktor bei der Synthese von Glukose, nötig um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten
  • Cofaktor bei der Synthese und im Abbau von Fettsäuren
  • Cofaktor bei der Bildung von roten Blutkörperchen, Lymphozyten (Untergruppe der weißen Blutkörperchen) und Antikörpern

Tagesbedarf decken

Die Festlegung des Biotinbedarfs ist relativ schwierig und unterliegt eignen Schwierigkeiten. Neben der eher unbefriedigenden Analytik erschwert auch die bisher nicht kalkulierbare enterale Synthese, die variable biologische Verfügbarkeit und die erst spät auftretenden Mangelsymptome die Angaben für eine optimale tägliche Zufuhrempfehlung.

Empfohlene tägliche Biotin-Zufuhr (D-A-CH):

 

Männer 30 – 60 µg


Frauen 30 – 60 µg

Besonders folgende Personengruppen müssen auf eine ausreichende Zufuhr achten:

  • Ältere Personen
  • Bei hohem Alkoholkonsum
  • Bei Verdauungsstörungen

Vorkommen in der Nahrung

Biotin kommt in den meisten Nahrungsmitteln vor, allerdings oft nur in geringen Mengen. Zu den biotinreichen tierischen Nahrungsmitteln zählen Eigelb, Hefe und Innereien. Auch einige Gemüsesorten wie Blumenkohl und Bohnen enthalten relativ viel Biotin, außerdem auch Nüsse, Reiskleie und Haferflocken.

IHR/E AUTOR/EN

Lena Voelz

Marketing und Vertrieb

+49 7131 64986-291
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Vitamin B3 kommt in Nahrungsmitteln in zwei Formen vor: Nicotinsäure und Nicotinamid. Beide können vom Körper in ihre aktive Form Niacin umgewandelt werden.

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Vitamin K ist ein Überbegriff für eine ganze Gruppe an verschiedenen Verbindungen, wobei die zwei Hautformen das Vitamin K1, zu finden in pflanzlichen Nahrungsmitteln, und das Vitamin K2, aus tierischen und bakteriellen Quellen, sind.

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Nahrungsmittel
Kalbsleber
Menge an Biotin pro 100g (µg)
75
Nahrungsmittel
Sojabohnen
Menge an Biotin pro 100g (µg)
60
Nahrungsmittel
Bierhefe (30 g)
Menge an Biotin pro 100g (µg)
30
Nahrungsmittel
Weizenkleie (50 g)
Menge an Biotin pro 100g (µg)
22
Nahrungsmittel
Haferflocken
Menge an Biotin pro 100g (µg)
20
Nahrungsmittel
Champignons
Menge an Biotin pro 100g (µg)
16
Nahrungsmittel
Brokkoli
Menge an Biotin pro 100g (µg)
1,3
Nahrungsmittel
Hühnerei (1 mittelgroßes)
Menge an Biotin pro 100g (µg)
12
Nahrungsmittel
Avocado
Menge an Biotin pro 100g (µg)
10

Wenn Biotin fehlt: Die ersten Warnzeichen

  • Haarausfall und Glatzenbildung, brüchiges Haar
  • Schuppige, gerötete Hautstellen, besonders um Mund und Nase
  • Brüchige, rissige Nägel
  • Muskelschmerzen
  • Taubheit und Kribbeln in den Extremitäten
  • Müdigkeit, Angstzustände, depressive Verstimmung
  • Anämie

Ist eine Überdosierung möglich?

Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Nebenwirkungen auch bei höheren Dosierungen bekannt.