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DAS UNIQSANA-
WIRKSTOFFLEXIKON

Vitamin B1

Von Lena Voelz | 13. September 2021

Weitere Bezeichnungen: Thiamin
Eigenschaften: Wasserlöslich, licht- und hitzeempfindlich

Vitamin B1 war der erste Vertreter der Gruppe der wasserlöslichen B-Vitamine, dessen Bedeutung als essentieller Nährstoff erkannt wurde. Es spielt, wie alle B-Vitamine, eine Schlüsselrolle im Energiestoffwechsel. Dabei sind unter dem Begriff Vitamin B1 verschiedene Verbindungen mit Thiaminwirkung zusammengefasst. In der Natur kommt es meistens nicht in seiner freien Form vor, sondern in seiner biologisch aktiven Form, dem Thiaminphosphat.  

Wichtige Aufgaben und Funktionen:

  • In seiner aktiven Form ein lebenswichtiges Coenzym für die Energieproduktion
  • Befindet sich in den Zellwänden der Nervenstränge und nimmt an der Übermittlung von Nervenimpulsen ans Gehirn und die peripheren Nervenimpulse teil 
  • Beeinflusst die Neurotransmitter GABA und Serotonin 
  • Antagonist des Acetylcholins (wichtiger Botenstoff im Nervensystem) 
  • Cofaktor bei der Unterstützung der Herzfunktion 

Tagesbedarf decken

Der Körper hat eine geringe Speicherkapazität für Vitamin B1, nur etwa 30 mg. Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, ist daher eine regelmäßige, tägliche Zufuhr des Vitamins nötig.  

Empfohlene tägliche Vitamin-B1-Zufuhr (D-A-CH):

 

Männer 1,1 – 1,4 mg


Frauen 1,0 – 1,1 mg

Schwangere, Stillende 1,2 – 1,3 mg

Besonders folgende Personengruppen müssen auf eine ausreichende Zufuhr achten:

  • Schwangere, Stillende  
  • Ältere Personen
  • Sportler
  • Bei hohen Stressbelastungen
  • Bei Fieber, Verbrennungen
  • Bei hohem Alkoholkonsum
  • Bei hohem Kaffee- und Teekonsum
  • Bei Verdauungsstörungen
  • Be Folsäuremangel

Vorkommen in der Nahrung

Vitamin B1 kommt nur in wenigen Nahrungsmitteln in größeren Mengen vor und fehlt in vielen Nahrungsmitteln sogar gänzlich, wie z. B. in Industriezucker, Weißmehl, geschältem Reis, Ölen, Fetten und Alkohol. Das Vitamin ist im Keim und den Randschichten von Vollkorngetreide zu finden sowie in Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen, Schweinefleisch und Innereien. Jedoch gehen auch beim Zubereiten (kochen, schälen, einweichen) teilweise 30 % des Vitamins verloren, beim Kochen von Gemüse sogar bis zu 60 %.  

IHR/E AUTOR/EN

Lena Voelz

Marketing und Vertrieb

+49 7131 64986-291
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Unter Vitamin B6 werden verschiedene Vitamin-wirksame Pyridinderivate zusammengefasst. Darunter das Pyridoxin (PN), die alkoholische Form, das Aldehyd als Pyridoxal (PL) und das Amin als Pyridoxamin (PM).

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Vitamin K ist ein Überbegriff für eine ganze Gruppe an verschiedenen Verbindungen, wobei die zwei Hautformen das Vitamin K1, zu finden in pflanzlichen Nahrungsmitteln, und das Vitamin K2, aus tierischen und bakteriellen Quellen, sind.

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Nahrungsmittel
Schweinefleisch
Menge an Vitamin B1 pro 100g (mg)
0,85
Nahrungsmittel
Schinken
Menge an Vitamin B1 pro 100g (mg)
0,8
Nahrungsmittel
Hafermehl
Menge an Vitamin B1 pro 100g (mg)
0,65
Nahrungsmittel
Grüne Erbsen
Menge an Vitamin B1 pro 100g (mg)
0,32
Nahrungsmittel
Sonnenblumenkerne (30 g)
Menge an Vitamin B1 pro 100g (mg)
0,45
Nahrungsmittel
Kartoffeln (1 mittelgroße)
Menge an Vitamin B1 pro 100g (mg)
0,24

Wenn Vitamin B1 fehlt: Die ersten Warnzeichen

  • Verwirrtheit, Lern- und Gedächtnisstörungen, häufige Kopfschmerzen
  • Herzklopfen, Kurzatmigkeit, niedriger Blutdruck, Ödeme
  • Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit
  • Anämie
  • Schwache Muskulatur, Polyneuropathien, Fußbrennen

Ist eine Überdosierung möglich?

Mengen von über 200 mg pro Tag können bei einigen Menschen zu Schwindel, Kopfschmerzen oder Juckreiz führen. Man hat in wenigen Fällen schwere allergische Reaktionen festgestellt, dies jedoch fast ausschließlich, wenn Vitamin B1 intravenös verabreicht wird.