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DAS UNIQSANA-
WIRKSTOFFLEXIKON

Vitamin D

Von Lena Voelz | 13. September 2021

Weitere Bezeichnungen: Cholecalciferol
Eigenschaften: Fettlöslichrelativ stabil gegenüber Hitze, empfindlich gegenüber Sauerstoff- und Lichteinwirkung

Der Vitamin-D-Rezeptor ist in fast jeder Körperzelle zu finden, nach neusten Erkenntnissen selbst in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen. Der Einfluss des Vitamins dringt also bis in die kleinste Zelleinheit vor, mit enormen Auswirkungen auf den Energiehaushalt des gesamten Körpers.  

Wichtige Aufgaben und Funktionen:

  • Unerlässlich für den normalen Knochenaufbau, kräftigt die Knochen und die Muskulatur, senkt das Risiko bzw. die Anfälligkeit für Stürze, Brüche und Osteoporose
  • Fördert die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung 
  • Unterstützt das Immunsystem, hilft bei Allergien und verringert das Risiko für Atemwegsinfekte 
  • Hebt das allgemeine psychische und physische Wohlbefinden
  • Wirkt erhöhten Blutdruckwerten entgegen
  • Stärkt die Gefäße und die Herzmuskelleistung
  • Es fördert eine gesunde Schwangerschaft und die gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes

Tagesbedarf decken

Über 90 Prozent unseres Tagesbedarfs an Vitamin D könnten wir im Prinzip durch einen maßvollen Umgang mit der Sonne ohne Sonnenschutzmaßnahmen abdecken, da der Köper das Sonnenvitamin über mehrere Schritte aus der Vorstufe Cholesterin über die Haut selbst synthetisieren kann. Dabei kann das Vitamin (Colecalciferol) im Körper aus Cholesterol über die Einwirkung von UVB-Strahlung in Keratinozyten der Haut gebildet werden. Dieses ist biologisch inaktiv und fungiert als sogenanntes Prähormon. Über weitere Umwandlungsschritte wird es in der Leber und der Niere in das aktive Calcitriol umgewandelt. Daher ist das biologisch aktive Vitamin D auch das einzige Vitamin, das eigentlich gar kein Vitamin ist, sondern ein Hormon. 

Vitamin D kann in einem geringen Maße auch über die Nahrung aufgenommen werden. Die fotochemische Bildung von Vitamin D erfolgt nämlich nicht ausschließlich beim Menschen, sondern zum Beispiel auch bei einigen Algen. Da Fische über den Verzehr von Plankton Vitamin D aufnehmen, sind fettreiche Seefische eine besonders gute Nahrungsquelle für Vitamin D.  

 

Empfohlene tägliche Vitamin D-Zufuhr (D-A-CH):

 

Männer 20 µg (=800 IE*)


Frauen 20 µg (=800 IE*)

*Internationale Einheiten

Laut aktuellen Studienergebnissen nehmen die meisten Menschen in den Industrienationen zu wenig Vitamin D auf, weshalb Vitamin D als kritischer Nährstoff gilt. Besonders folgende Personengruppen müssen auf eine ausreichende Zufuhr achten:  

  • Säuglinge, Kleinkinder
  • Veganer, Vegetarier
  • Mit steigendem Alter
  • Bei Verdauungsstörungen
  • Bei chronischen Erkrankungen

Vorkommen in der Nahrung

Durch die Ernährung kann nur ein kleiner Teil des täglichen Bedarfs an Vitamin D gedeckt werden. Hauptsächlich ist Vitamin D in Form von Cholecalciferol (Vitamin D³) in tierischen Lebensmitteln wie z. B. in fettreichem Fisch zu finden. Geringe Mengen sind in Eigelb, Milch und Milchprodukten enthalten. 

IHR/E AUTOR/EN

Lena Voelz

Marketing und Vertrieb

+49 7131 64986-291
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Vitamin E

Vitamin E

Vitamin E ist der Sammelbegriff für eine Gruppe verwandter Molekülverbindungen, die alle eine unterschiedlich hohe Vitamin-E-Aktivität aufweisen. Die aktivste Verbindung, die auch am häufigsten vorkommt, ist alpha-Tocopherol.

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Menge an Vitamin D pro 100g (mg)
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Wenn Vitamin D fehlt: Die ersten Warnzeichen

  • Verzögertes Wachstum und gestörte Entwicklung von Knochen und Muskulatur bei Kindern und Jugendlichen 
  • Reizbarkeit und Ruhelosigkeit
  • Gestörtes Immunsystem mit wiederholt auftretenden (Atemwegs-)Infekten
  • Rachitis, Osteomalazie 
  • Osteoporose 
  • Muskelschwäche 
  • Ohrensausen
  • Neigung zu Zahnschäden und Paradontose 

Ist eine Überdosierung möglich?

Bei Erwachsenen liegen die chronisch toxische Überdosierung bei 25 – 75 µg Vitamin D/kg Körpergewicht pro Tag, also deutlich über den normalerweise eingesetzten Mengen.