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DAS UNIQSANA-
WIRKSTOFFLEXIKON

Zink

Von Lena Voelz | 13. September 2021

Weitere Bezeichnungen: Zink-D-Glukonat, Zinkcitrat, Zinkoxid, Zinksulfat
Nährstoffgruppe: Spurenelement 

Zink ist an Dutzenden von Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper beteiligt. Es ist ein wahres Multitalent, auf das der Körper zurückgreifen kann, denn vom Gesamtkörperbestand an Zink befindet sich nur eine geringe Menge im Blut, etwa 70 % sind in Knochen, Haut und Haaren gespeichert, der Rest in der Leber, den Nieren und den Muskeln.  

Wichtige Aufgaben und Funktionen:

  • Wichtig für die Regulierung der Immunantwort 
  • Förderung der Kollagensynthese und der Wundheilung 
  • Beteiligt an der Zelldifferenzierung und der Regulation der Verhornung der Haut 
  • Cofaktor der Bildung von Neurotransmittern (z. B. Dopamin)
  • Beteiligt an der Bildung von Hormonen (Schilddrüsenhormone, Geschlechtshormone, Wachstumshormone, Insulin) 
  • Beteiligt am Alkoholabbau 
  • Unterstützt den Ammoniakabbau durch die Umwandlung in Harnstoff 
  • Förderung der Insulinspeicherung in der Bauchspeicheldrüse 
  • Cofaktor der Spermatogenese  
  • Schützt die Zellen vor Schädigungen durch freie Radikale 

    Tagesbedarf decken

    Zinkmangelzustände werden in der Praxis immer häufiger beobachtet und auch gemessen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wird über die tägliche Nahrung immer weniger Zink zugeführt. Dadurch haben viele, auch äußerlich gesunde Personen und insbesondere Kinder, eine ungenügende Zinkversorgung.   

    Empfohlene tägliche Zink-Zufuhr (D-A-CH):

     

    Männer 7 – 10 µg


    Frauen 11 – 16 µg

    Besonders folgende Personengruppen müssen auf eine ausreichende Zufuhr achten:

    • Veganer, Vegetarier
    • Sportler
    • Bei hohem Alkoholkonsum
    • Bei hoher Schwermetallbelastung
    • Bei (chronischen) Entzündungen

    Vorkommen in der Nahrung

    Als gute Zinkquellen gelten vor allem tierische Nahrungsmittel. Zum einem haben sie generell einen höheren Gehalt des Spurenelements, zum anderen ist auch die Bioverfügbarkeit deutlich besser. Dies liegt daran, dass Zink pflanzlicher Herkunft durch den enthaltenen Phytinsäuregehalt vor allem in Kombination mit Calcium unlösliche Komplexe bildet und nicht mehr aufgenommen werden kann. Auch Tannine (pflanzliche Gerbstoffe) aus Wein, Kaffee oder Tee können die Aufnahme von Zink einschränken. 

     

    IHR/E AUTOR/EN

    Lena Voelz

    Marketing und Vertrieb

    +49 7131 64986-291
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    Nahrungsmittel
    Leber (Schwein, Kalb)
    Menge an Zink pro 100g (Angaben in mg)
    6 - 8
    Nahrungsmittel
    Austern
    Menge an Zink pro 100g (Angaben in mg)
    mehr als 7
    Nahrungsmittel
    Linsen
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    5
    Nahrungsmittel
    Weizenvollkorn
    Menge an Zink pro 100g (Angaben in mg)
    4
    Nahrungsmittel
    Fleisch (Kalb, Rind)
    Menge an Zink pro 100g (Angaben in mg)
    3
    Nahrungsmittel
    Mais
    Menge an Zink pro 100g (Angaben in mg)
    2,5
    Nahrungsmittel
    Haferflocken
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    2
    Nahrungsmittel
    Hühnerei
    Menge an Zink pro 100g (Angaben in mg)
    1,5

    Wenn Zink fehlt: Die ersten Warnzeichen

    • Wundheilungsstörungen, Hautausschläge, Pusteln, Verhornungen
    • Haarausfall
    • Brüchige, weißfleckige Fingernägel
    • Erhöhte Infektanfälligkeit
    • Konzentrationsschwierigkeiten, depressive Verstimmung
    • Müdigkeit
    • Gerinnungsstörungen
    • Fertilitätsstörungen
    • Durchfall
    • Wachstumsstörungen, Wachstumsverzögerungen

    Ist eine Überdosierung möglich?

    Im Unterschied zu den häufigen Zinkmangelzuständen werden Überdosierungen nur selten beobachtet. Empfindliche Personen können bei der Einnahme am Morgen oder tagsüber eine leichte Übelkeit verspüren. Bei Überdosierung können Metallgeschmack, Kopfschmerzen und Müdigkeit auftreten.